
137. Stadtgespräch „Ohhhhhh diese Jugend…“
Heute geht es oft um die sogenannten Millennials: Die 1980er und 1990er Jahrgänge seien faul, selbstmitleidig, besessen von Selfies und Superfoods – verhätschelte Narzissten, die glaubten, es gebe 165 Arten geschlechtlicher Identität, stänkert etwa ein britischer Journalist. Eine andere junge Journalistin zählte auf, welche Institutionen ihre Altersgenossen laut Medien schon ruiniert haben sollen: Hotels, Kaufhäuser, die Autoindustrie, die Ehe, das Eigenheim, Türklingeln, Weichspüler und Casinos. Und wie ist es wirklich? Was ist davon in Wahrheit zu halten? Wird tatsächlich jede „Heck`“ schlechter?
Zu diesen Fragen hatten wir uns am 15.09.26 einen Gast eingeladen. Prof. Dr. phil. Stephan Beetz leitet den Lehrstuhl für Soziologie an der Hochschule Mittweida . Er beschäftigt sich seit vielen Jahren unter anderem mit der Entwicklung des ländlichen Raumes und auch mit der Rolle und gesellschaftlichen Stellung der Jugend in diesen Regionen. Fazit: Wie so oft ist auch hier die Lage weder schwarz noch weiß. Viele Fakten sprechen dafür, dass sich in der grundlegenden Einstellung zur Jugend aus Sicht der "erfahrenen Bürger" in mindestens 4000 Jahren tatsächlich kaum etwas geändert hat. Prof. Beetz schilderte anhand der deutschen Geschichte der letzten 200 Jahre eindrucksvoll, dass "jugendliches Leben" erst seit den ca. 1950iger Jahren möglich war, weil der Beitrag der Kinder und Jugendlichen zum Familieneinkommen oder zur Fortführung familiärer Verpflichtungen erst seit dieser Zeit dank eines steigenden Wohlstandes möglich war. Jung sein bedeutet, sich auszuprobieren. Heute ist das nicht einfach, in einer Zeit mit vielen verschiedenen Einflüssen und medialer Dauerbeschallung. Prof. Beetz appellierte am Schluss an die Toleranz und Offenheit, um jungen Menschen Chancen und Perspektiven zu geben. Auch wenn viele von uns die Dinge "immer schon so gemacht haben" und oft Neues im besten Fall auf Skepsis stößt. Vielen Dank an Prof. Beetz für diesen interessanten Abend!
Florian Drechsel, Verein TIVOLI Olbernhau e.V.


Sommer-Stadtgespräch “Micha denkt groß”
Die “Stadtgespräche” hatten Sommerferien. Das Theater Variabel
machte Urlaub, unsere Gäste machten Urlaub und auch wir waren
alle irgendwann mal nicht da in den Sommermonaten. Also machten
wir eine Pause von den Themen, die uns alle bewegen.
Halt! Nicht ganz!
Gemeinsam mit der Kirchgemeinde Olbernhau veranstalteten wir
nämlich einen gemeinsamen Kinoabend. Gespielt wurde “Micha
denkt groß”, eine skurrile Komödie zum Lachen und Nachdenken.
In einem Dorf in Sachsen-Anhalt, einem der Dürre-Hotspots in
Deutschland, ist der Sommer mal wieder lang, heiß und trocken.
Trotzdem schmiedet ein überambitionierter Visionär Pläne für
ein Luxushotel mit Pool und allem Drum und Dran. Als dann der
einzige Brunnen versiegt, glühen die Gemüter der Bewohnerinnen
und Bewohner endgültig durch.
Der Film lud zum Lachen ein, aber auch zum Nachdenken und
zeigte mal wieder: Alleine geht gar nichts. Nicht in dem Dorf
in Sachsen-Anhalt und anderswo eben auch nicht....
Florian Drechsel, Verein TIVOLI Olbernhau e.V.

136. Stadtgespräch "Echt jetzt? Fake News und der Kampf um die Wahrheit."
im Jahr 2026 ist die Grenze zwischen Realität und digitaler
Fiktion so schmal wie nie zuvor. Generative KI-Systeme
ermöglichen es heute, täuschend echte Deepfakes und
automatisierte Desinformationskampagnen in Sekundenschnelle zu
erstellen.
Im 136. Stadtgespräch haben wir uns einen Überblick und
Orientierung zum Thema verschafft. Unser Gast, Winfried
Richter, führte in die Thematik ein, zeigte die technischen
Möglichkeiten, Fakes zu erstellen und lud die Gäste ein, selbst
bei der Erstellung kreativer Fakes mitzuwirken. Hier einige
Links zum schauen und ausprobieren:


135. Stadtgespräch “Wird Olbernhau wieder zum Dorf?” – Teil 3
Drei Mal haben wir uns mit dem Thema Bevölkerungsentwicklung von Olbernhau und ihren Auswirkungen beschäftigt. Wir haben zusammengetragen, was wir haben in Olbernhau. Und was davon wollen wir auch in 15 Jahren noch haben? Und wie entwickeln sich die Zahlen?
Am vergangenen Dienstag haben wir versucht, mit Ihnen allen
darüber zu sprechen, was wir selbst denn in der Hand haben. Was
können wir tun? Können wir das überhaupt?
Die Diskussion in Gang zu setzen, war nicht ganz einfach. Aber
es sind allerhand gute Gedanken ausgesprochen worden. Die
Ergebnisse gibt es hier:


134. Stadtgespräch “Wird Olbernhau wieder zum Dorf?” – Teil 2
Im dritten Teil, der am 19. Mai 2026 stattfindet, geht es dann
um Lösungsansätze. Was können wir als Bürger denn tun? Sind wir
den Entwicklungen hilflos ausgeliefert? Haben wir die
Möglichkeit, Einfluss zu nehmen?
Florian Drechsel, Verein TIVOLI Olbernhau e.V.



Was sind denn Neophyten?
Laut Wikipedia sind das eingeschleppte Pflanzenarten. Sie
kommen durch den globalen Warentransport, als Zierpflanzen aus
anderen Ländern oder durch Gartenabfälle, die in der Natur
entsorgt werden, auch zu uns. Immer wieder tauchen welche in
der Region um Olbernhau auf.
Viele dieser Pflanzen gelangten zu uns, da sie vom Menschen
genutzt werden können. Sie passen sich den Umweltbedingungen im
Erzgebirge an und werden sich dauerhaft in die heimische Flora
integrieren. Manche bleiben auch ganz unbemerkt. Aber einige
der Neulinge verursachen Schäden in der heimischen Natur, da
sie die angestammte Vegetation verdrängen. Oft besitzen sie
keine natürlichen Feinde und sind schwer zu bekämpfen. Und
einige Arten verursachen sogar Krankheitsprobleme beim
Menschen.
Kay Meister, Naturschutzbeauftragter des Erzgebirgskreises und
Vorstandsmitglied des NABU Mittleres Erzgebirge, stellte die
bedeutendsten eingewanderten Gewächse unserer Region vor. Ein
spannendes Thema, sehr kompetent und kurzweilig
dargeboten. Nach dem Vortrag bestand ausgiebig
Gelegenheit , Fragen zu stellen oder zu diskutieren.
Florian Drechsel, Verein TIVOLI Olbernhau e.V.



132. Stadtgespräch „Wird Olbernhau wieder zum Dorf?“
Die Zahlen der Bevölkerungsentwicklung sind alarmierend. Im Vergleich zur höchsten Zahl von ca.14.000 Menschen in den 1970er Jahren zählt Olbernhau nur noch halb so viele Einwohner. Aber auch ringsherum sieht es nicht besser aus. Die Region Südwestsachsen ist die zweitälteste in ganz Europa! Geburtenzahlen und Zuzüge sind wesentlich geringer, als die Zahl der Sterbefälle und Wegzüge. Was ist zu tun? Haben wir als Bürger Einflussmöglichkeiten? Sind wir den Entwicklungen ausgeliefert? Oder ist das alles vielleicht gar nicht so schlimm, wie es aussieht? Wir werfen einen Blick zurück in die Vergangenheit, auf ganz aktuelle Tendenzen und darauf, was wir als Bürger tun können, damit unsere Stadt und ihr Umfeld lebenswert bleibt. Und wer weiß, vielleicht liegen ja sogar Chancen in all den Entwicklungen? Darüber reden wir miteinander im 132. Stadtgespräch. Der Abend wird vorbereitet und moderiert von Gabriele Rausch.
Wir laden Sie herzlich für Dienstag, den 17. Februar, 19 Uhr ins Theater Variabel ein und freuen uns auf interessante Gespräche mit Ihnen allen.

131. Stadtgespräch „Ein Abend für unsere Stadt - Der Bürgermeister informiert“
Wir freuen uns darauf, Sie am 20. Januar 2026, 19 Uhr im Theater Variabel begrüßen zu dürfen.





















